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Val di Merse

Das Val di Merse ist eine der Regionen, die zur Provinz Siena gehören. Es liegt an der Grenze zum oberen Maremma und ist für seine unberührte Natur berühmt. Das Gebiet setzt sich aus den Landstrichen zwischen den Flüssen Farma und Merse zusammen und ist mit Wäldern bedeckt, die mittelalterliche Weiler und Schlösser verbergen. Es handelt sich um ein Gebiet, das reich an Wassern ist, deren heilende Wirkung, wie zum Beispiel die der heißen Quellen von Petriolo, weit bekannt ist.

Besucher der Region Siena in der Toskana, die vorhaben, die toskanische Landschaft zu genießen finden im Val di Merse ihr ideales Reiseziel. Die Wanderwege durch die Wälder- so wie die, die von Monticiano zur wunderschönen San Galgano Abtei führen - bieten die einzigartige Gelegenheit die Geräusche der Natur und den Frieden einer Landschaft zu genießen, die sich über die Jahrhunderte nur wenig verändert hat. Eine wahre Reise in die Vergangenheit.

Zurück zur Natur

Die heißen Quellen von Petriolo

Für Naturliebhaber ist das Val die Merse der perfekte Urlaubsort. Die heißen Quellen von Petriolo bieten die Gelegenheit ein natürliches heißes Bad inmitten der Wälder zu nehmen. Eines der größten Kurbäder Italiens wird demnächst, nur wenige Kilometer von Monticiano entfernt an der Landstraße E78, eröffnet.

Fahrradfahren im Val di Merse

Menschen, die gerne Fahrrad fahren finden 11 Fahrradrouten des Val di Merse mit Wegbeschreibungen, detaillierten Karten und Höhenangaben, sowie nützlichen Adressen und Informationen im Reiseführer "Terre di Siena" Val di Merse in bici (mit dem Fahrrad), die bei den örtlichen Touristeninformationen, oder auf Anfrage bei der Gruppo Ciclistico Val di Merse, sowie auf deren Webseite erhältlich ist. Eine weitere hilfreiche Quelle ist mit mehr als 50 Routenbeschreibungen das Terre di Siena in Bici. (Die Region Siena mit dem Fahrrad)

Reiten im Val di Merse

Eine weitere ausgezeichnete Möglichkeit das Val di Merse zu erkunden, ist vom Pferderücken aus. Über stille und friedliche Pfade, passiert man verlassene Schlösser, Türme, die sich an Schluchten und Felsvorsprünge krallen, verlassene Einsiedeleien in den Wäldern, wilde Tiere und atemberaubende Aussichten. Sie können mittelalterliche Dörfer besuchen und sich ihnen wie mittelalterliche Ritter aus früheren Zeiten nähern. Brenna, Torri, Lestine und Bauernhöfe in der toskanischen Landschaft, wie beispielsweise der Fattoria di Montestigliano, tauchen aus den Wäldern auf und bieten Augenblicke, die unvergesslich bleiben. Schöne Ausritte kann man entlang der Flüsse Farma und Merse, sowie durch die Wälder von Montagnola Senese machen.

Die Dörfer des Val di Merse

Das Val di Merse besteht jedoch nicht nur aus Natur. Man kann verschiedene hübsche Dörfer besichtigen, wie beispielsweise Monticiano, Chiusdino, Murlo und Sovicille. Monticiano ist das Dorf in dem das Casa Gigliola liegt, es ist ein mittelalterliches Dorf mit einer unglaublichen Aussicht über das Flusstal des Merse.

Chiusdino

Chiusdino ist ebenfalls ein herausragender Ort, der auf einer Hügelkuppe gelegen ist und von dem aus man sowohl das Tal des Flusses Merse als auch die metallreichen Hügel der Maremma überblicken kann, die die großartige Stadt Massa Marittima beheimaten. Das Dorf hat die Struktur einer Burgfestung und seine Geschichte geht zurück bis ins 9. Jahrhundert. In Chiusdino kann man die Kirche von San Martino besuchen, die Prepositura di San Michele, die gleich neben dem Geburtshaus des Heiligen Galgano liegt sowie die Kirche der Compagnia di San Galgano, in welcher ein wunderschönes Relief den Heiligen zeigt, wie er mit seinem Schwert den Stein zerteilt. In der Nähe von Chiusdino liegt das alte Schloss des Grafen Della Gherardesca und der, aus dem 11. Jahrhundert stammende, Weiler von Frosini, die beide ebenso einen Besucht wert sind wie Luriano, Castelletto und das Schloss Montalcinello.

Murlo

Murlo ist ein sehr altes "Schlossdörfchen". Das Schloss wurde im 12. Jahrhundert erbaut und unterlag im 16. Jahrhundert, nach dem Ende der Macht der Republik Siena, enormen Wandlungen. Weitere erwähnenswerte Gebäude sind der Bischofspalast, der das archäologische Museum beherbergt, die Kathedrale und das alte Gefängnis.

Vescovado

Wenn Sie in der Nähe von Murlo sind, empfehlen wir einen Besuch in Vescovado, dessen Besonderheit darin liegt, dass es einst aus der Zusammenschließung der Dörfer Andica und Tinoni entstand, die noch zu Beginn des 19. Jahrhunderts geteilt waren. In der Dorfkirche finden Besucher ein Gemälde der Heiligen Jungfrau, gemalt von Benvenuto di Giovanni (15. Jahrhundert).

Sovicille

Sovicille liegt etwa 10 km westlich von Siena am alten via Maremmana, jener Straße, die Siena mit der Küste von Maremma verband. Die Gegend ist seit der Steinzeit besiedelt und Archäologen fanden hier Überreste von prähistorischen, etruskischen und romanischen Siedlungen. Sovicille und Umgebung sind reich an kunsthistorischen Schätzen: Abteien und romanische Landkirchen, wie die von San Giusto a Balli, Pernina, Molli, Ponte allo Spino, San Lorenzo a Sovicille und Torri, wo Besucher den wunderschönen polychromen Kreuzgang in der Abtei von Santa Mustiola (13. Jahrhundert) bewundern können. Es gibt außerdem einige bemerkenswerte Landhäuser wie die Villa Cetinale (17. Jahrhundert, entworfen von Carlo Fontana), Villa Celsa, mit seinen hübschen Gärten und Villa Linari (18. Jahrhundert).

Museen

Archäologisches Museum Antiquarium di Poggio Civiate

Murlo unterhält in dem einstigen Bischofspalast ein archäologisches Museum. Besucher können in dem Museum einige wichtige Funde aus dem Poggio Civitate Gebiet bewundern. Diese Schätze halfen uns die etruskische Gesellschaft besser zu verstehen, dank der Freilegung eines noblen Palastes (7. Jahrhundert vor Christus) und der Werkstatt eines Handwerkers, die beide ganz neue Einblicke in das Leben dieses Volkes boten, die bisher hauptsächlich durch die Freilegung von Dörfern und Grabstätten erforscht worden waren.

Museum des Waldes

Neben dem archäologischen Museen, bietet das Val di Merse weitere interessante Museen, unter ihnen das Museum des Waldes in Orgia, das man nicht verpassen darf, wenn man mehr über die Geschichte und Umwelt dieser Region bei Siena erfahren will. Das Museum ist in einer alten Scheune untergebracht und beherbergt Objekte, die von Waldarbeitern und Holzkohlebrennern benutzt wurden, die auf effektive Weise verdeutlichen, wie das Leben in dieser Region noch bis vor 50 Jahren aussah.

Das Museum bietet fünf Lehrpfade: die Holzkohlebrenner (4 Kilometer); die Einsiedelei (5 Kilometer), der Fluss (4 km) und Castiglion che Dio sol Sa (21 Kilometer), die sich perfekt für Menschen eignen, die gerne Wandern. Es ist eine Reise durch die Anthropologie, Botanik, Fauna und Landschaft, die einen tollen Einblick in das Leben des Waldes und seinen verwandten Aktivitäten bietet. Es gibt auch einige Themenführungen wie "Der Wald als Versuchslabor", bei denen detailliertere Erläuterungen zu Aspekten der Pflanzenkunde, Tierkunde und über die Gegend um das Val di Merse angeboten werden. Auch detaillierte Karten sind erhältlich.

Holzkohlebrenner

Das Museum und die Wanderungen werden besonders attraktiv für diejenigen Besucher sein, die sich für vorindustrielle Archäologie interessieren und mehr über einen sehr wichtigen Berufszweig dieser Gegend erfahren wollen, den der Holzkohlebrenner. Man kann viel über die "palaioli" erfahren, die die Balken zuschnitten, die "vetturini", die das Holz mit der Hilfe von unermüdlichen Mulis transportierten und die "Holzkohlebrenner", jene rußgeschwärzten Männer, die in Hütten lebten und von Zeit zu Zeit die am besten geeigneten Gegenden zur Holzkohleherstellung auswählten. Sie kannten die alte Kunst, durch einen langsamen Brennprozess, der bis zu 5 Tage dauern konnte, Holz in Holzkohle zu verwandeln. Anschließend kamen die Vetturini mit den "Imballini", den Männern, die die Holzkohle in "Balle", große Hanfsäcke luden, um das genaue Gewicht zu bestimmen. Natürlich haben die neuen industriellen Produktionsverfahren und die Nutzung anderer Energieressourcen diesen alten Berufszweig stark zurückgedrängt.

Wenn Sie daran interessiert sind, wie die Menschen in der Vergangenheit in dieser Gegend lebten, dann kann ein Spaziergang durch die Wälder des Val di Merse von großem Interesse sein. In den Gebieten um die Flüsse Farma und Merse, gibt es viele sichtbare Überreste von Mühlen, mit denen die Menschen im Mittelalter die Kraft des Wassers für ihre vorindustriellen Produktionsverfahren nutzten. In der Umgebung von Chiusdino wurden nach dem Jahre 1000, Schlösser erbaut, wie das in Miranduolo, wo sich die Menschen auf die Verwertung von natürlichen Mineralvorkommen spezialisierten. Um Klöster wie das des Heiligen Galgano oder das bei Saint Maria di Serena wurden dutzende Mühlen und Walkereien errichtetet, in denen Getreide und Wolle verarbeitet wurde. Ein Großteil der Mühlen gehörte Mönchen oder aristokratischen Familien. Im 13. Jahrhundert arbeiteten die Abteien von Santa Trinità di Torri und das Mönchskloster von Siena zusammen und errichteten eine ganze Reihe von großen Mühlen zwischen den Dörfern Brenna und Orgia entlang des Flusses Merse, um Siena mit Mehl zu versorgen. In der Nähe von Murlo ist seit den Zeiten der Etrusker Metall verarbeitet worden und bei Monticiano, entlang des Flusses Farma, auf Gebieten, die zum Kloster Roccastrada gehören, sind noch immer einige Eisenwerke, die im späten 13. Jahrhundert erbaut worden zu sehen.

Die kulinarischen Traditionen des Tal di Merse

Val di Merse hat auch eine lange kulinarische Tradition. Cinta senese Schinken, von der gleichnamigen Rasse, minestraccia, eine Suppe die typisch für die cucina povera toscana ist ( der toskanischen Küche, deren Zutaten sich auch die arme Bevölkerung leisten konnte) und all die Pilzgerichte, die in dieser Gegend ein Muss sind. Auf Anfrage arrangieren wir für Sie Kochkurse, Olivenölverkostungen und Weinprobenausflüge.

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